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71 Prozent der Menschen mit sorbischem Hintergrund betrachten die Lausitz als eine attraktive Region. Das sind 15 Prozent mehr als unter denjenigen Lausitzern, die keinen Bezug zum Sorbischen haben (56 Prozent).

Der Anteil derjenigen, die von sich sagen, dass ihnen die Region am Herzen liegt, ist unter Menschen mit sorbischem Hintergrund deutlich höher (83 Prozent) als unter den Bewohnern der Lausitz ohne Bezug zum Sorbischen (62 Prozent).

Der Anteil derjenigen, die in der Region verwurzelt sind (= hier geboren, aufgewachsen und geblieben) ist unter Menschen mit sorbischem Hintergrund höher als unter Menschen ohne Bezug zum Sorbischen (ca. +10 Prozent). Auch der Anteil der Rückkehrer ist höher, nämlich etwa doppelt so hoch wie unter Menschen ohne sorbischen Hintergrund.

Etwa acht von zehn Lausitzern sehen eine mittlere oder starke Verbindung zwischen der sorbischen Kultur und der Region. Etwa genauso viele (83 Prozent) stimmen der Aussage zu, dass die sorbische Kultur ein „wesentlicher Bestandteil“ der Lausitz ist. Zwei Drittel der Lausitzerinnen und Lausitzer (68 Prozent) sehen in der sorbischen Kultur einen Attraktivitätsfaktor für Touristen.

Fast drei Viertel (72 Prozent) der Lausitzer Bevölkerung meinen, dass es sich bei der Zweisprachigkeit (Sorbisch/Deutsch) um einen wesentlichen Bestandteil der Lausitz handelt. Zwei Drittel (67 Prozent) sehen in der Zweisprachigkeit ein relevantes Alleinstellungsmerkmal der Region.
Die Hälfte der Lausitzer (49 Prozent) kann sich vorstellen, dass das sorbische „Witaj“ als regionaler Gruß eine ähnlich selbstverständliche Rolle spielen könnte wie „Moin“ an der Küste oder „Servus“ in Teilen Bayerns.
Rund ein Drittel der Lausitzer Bevölkerung würde es befürworten, wenn die eigenen Kinder oder Enkel die sorbische Sprache lernen und sprechen. Knapp 20 Prozent der Befragten gibt an, vielleicht sogar selbst Sorbisch lernen zu wollen, wenn die Rahmenbedingungen passen.

Der LausitzMonitor ist ein Projekt von Stefan Bischoff (MAS Partners) und Jörg Heidig (Prozesspsychologen). Mit der Studie möchten die Projektpartner der Öffentlichkeit belastbare Fakten zur Stimmung in der Region und zu den Meinungen zum Strukturwandel und zur Zukunft der Lausitz liefern.

Stefan Bischoff
MAS Partners
Marienplatz 1
04103 Leipzig

Dr. Jörg Heidig
Prozesspsychologen
Brennereiweg 1
02906 Quitzdorf am See